"Ich bin 26 und habe die Pille 10 Jahre eingenommen. Ich hatte während den 10 Jahren 3 verschiedene "Pillen" - nur aus kostentechnischen Gründen. Mein Frauenarzt meinte, es sei alles derselbe Wirkstoff.
Letzten November habe ich von einer durchzunehmenden Pille (keine Blutung) zu meiner allerersten (nicht durchzunehmenden) Pille "Balanca" gewechselt (wegen Hautproblemen). Er meinte, ich könne die Balance auch durchnehmen. Die Tage nicht zu bekommen, war natürlich schon praktisch.
Im Dezember 2018 habe ich dann ein Antibiotika gegen meine Hautprobleme erhalten, da die Balanca meine Akne auch nicht besser machte. Zu meiner Haut: ich habe nie Pickel, deshalb war diese Akne eine große Belastung für mich.
Ende Januar hatte ich einen Kontrolltermin beim Hautarzt und da ging es los. Ich konnte auf einmal schwerer Einschlafen, 2 Wochen später gar nicht mehr Einschlafen und dann auch irgendwann nicht mehr durchschlafen. War beim Hausarzt, Blutwerte alle OK. Ein Vitamin-D-Mangel wurde festgestellt, welchen ich jetzt seither behebe. Mein Hausarzt, wie soviele andere Ärzte lt. dem Blog, wollte nicht wahrhaben, dass es von der Pille kommt.
Irgendwann war ich so gestresst, dass mein Partner (welchen ich seit 10 Jahren hab und liebe) gesagt hat, ich solle jetzt mit der Pille aufhören, das kommt bestimmt davon. Gesagt, getan. Es wurde nur alles schlimmer und schlimmer. An einem Wochenende war ich so fertig, dass ich ins Krankenhaus gegangen bin. Ich hatte große Paranoia wegen meinem Schlafentzug. Daraufhin kam, dass ich keinen Appetit mehr hatte und dementsprechend schwach war. Ich konnte nichts anderes machen als zu weinen, den ganzen Tag. ..."
2 Monate postpill:
"...Kann ich mittlerweile schlafen? Mal ja, mal nein. An manchen Tagen schlafe ich innert 10 Minuten ein und schlafe dann auch 8 bis 9 Stunden durch – ein Traum! An anderen Tagen allerdings, wie zB gestern (26.03.2019), gehe ich um ca. 22 Uhr ins Bett und liege bis 2:30 Uhr
wach herum, ...
Ich versuche echt positiv zu sein, aber es ist so schwer. Ich gehe fast daran kaputt. Das schlimme: ich kann absolut nichts dagegen tun. Kaum habe ich wieder eine schlechte Nacht, verteufele ich alles und male mir alles schwarz. Ich kann es einfach nicht abstellen.
Ich bin wirklich dankbar, dass ich einen derartig verständnisvollen Partner habe. Der muss derzeit wirklich viel ertragen mit mir und es tut mir so leid. Ich habe absolut keine Probleme in meinem Privatleben oder Berufsleben, deshalb weiß ich nicht was ich ändern soll.
Ach ja und die Haare gehen mir aus. Aber das stört mich nicht. Ich will einfach wieder Schlafen können, ohne irgendwelche Hilfsmittel. ...
Ich bin wirklich dankbar, dass ich einen derartig verständnisvollen Partner habe. Der muss derzeit wirklich viel ertragen mit mir und es tut mir so leid. Ich habe absolut keine Probleme in meinem Privatleben oder Berufsleben, deshalb weiß ich nicht was ich ändern soll.
Ach ja und die Haare gehen mir aus. Aber das stört mich nicht. Ich will einfach wieder Schlafen können, ohne irgendwelche Hilfsmittel. ...
Ich bin in diesem Moment wieder verzweifelt und habe panische Angst, dass alles von vorne beginnt."
Ich bin jetzt 8 Monate ohne Pille. Es ging eine Zeit ganz gut, nur jetzt geht es mir seid über einer Woche wieder richtig mies. Kann auch gerade wieder nicht arbeiten. Nervös, eckel vor Essen, morgens Brechreiz wie verrückt. Ganz schrecklich. Ich versuche mich da nicht so rein zu steigern, aber leider klappt dies nur selten. Es ist nicht mehr zum aushalten. Manchmal denke ich warum hast du nur die Pille abgesetzt.
AntwortenLöschenIch hatte diesen Ekel vor Essen auch ganz stark kurz nachdem ich die Pille abgesetzt hatte. Ich konnte kaum noch einkaufen! Dann habe ich mir gedacht: Mein Körper holt sich schon was er braucht und wenn ich im Moment nichts essen kann, dann ist das halt so. Ich habe stark abgenommen und das ist schrecklich, weil ich eh schon viel zu dünn bin. Mach dir keine Sorgen und zwinge Dich nicht zum Essen. Gebe deinem Körper die Nahrung, wenn er sie braucht und wenn nicht, dann setzte ihn/dich nicht unter Druck. Alles Gute für Dich! Und keine Angst. Das wird wieder!
LöschenDanke für deinen Lieben Worte. Nur denke ich mir, das der Körper ja Nährstoffe braucht, sonst funktioniert er ja wieder nicht richtig. Manchmal denke ich das ich dann schwer krank bin. Bin da gerade sehr verzweifelt. Seid ihr auch teilweise so unmotiviert? So kenne ich mich überhaupt nicht.
AntwortenLöschenHallo. Ich bin im 7. Monat postpill und kann leider auch nicht behaupten, dass es mir gut geht. Auch ich kenne diese extreme Appetitlosigkeit. Sie kommt bei mir meistens rund um den Eisprung. Da habe ich auch zig andere Symptome. Innere Unruheschübe, inneres Zittern/Vibrieren, extreme innere Hitze, Schweißausbrüche. Mir ging es eine Zeit lang wirklich besser, aber im Moment befinde ich mich wieder in einem Loch. Ich kenne auch diese Antriebslosigkeit.. Mir viel positiven Gedankenstrategien versuche ich die Angst zu mindern, aber es kostet schon so enorm viel Kraft. Die Zuversicht gebe ich tzdem nicht auf. Ich bin froh, dass ich die Pille abgesetzt habe und mich besser kennenlernen konnte. Dennoch ist es die schwerste Zeit meines Lebens... Wie geht es euch nun nach so langer Zeit? Manchmal ist es zum Verzweifeln...
AntwortenLöschenHallo ihr lieben, wie lange hat dieser Rückschlag bei euch angehalten? Liebe Grüße
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