6 Monate postpill
"Alles begann damit, dass ich von der Pille (Maxim) starke Kopfschmerzen und Sehstörungen bekam. Ich habe mir erstmal nichts dabei gedacht. Da der Augenarzt mir aber zusicherte, dass es nichts mit meinen Augen zu tun habe, überlegte ich weiter. Ich bekam immer mehr das Gefühl ich würde diese Pille nicht mehr vertragen und so ging ich zu meiner Frauenärztin, welche mir dann die Belara verschrieb. Ich freute mich und dachte jetzt wird alles gut. Leider falsch gedacht. Nach nur 2 Wochen der Einnahme begann der Horror. Ich stand morgens auf und hatte das Gefühl ich würde jeden Moment umfallen. Ich konnte vor Schwindel und Benommenheit nicht mehr stehen und fühlte mich als wenn ich extremes Fieber hätte. Das ging den Tag über so weiter. Am Abend ging es dann auch psychisch bergab. Ich hatte plötzlich Panik und extreme Unruhe. Also suchte ich einen Arzt auf, welcher mir sagte ich solle die Pille sofort absetzten. Gesagt - Getan. Es ging mir sofort besser und ich fühlte mich normal. Bis dann die Abbruchblutung kam und mein Körper in ein Loch gerissen wurde.
Um es kurz zu fassen, nenne ich nur die Beschwerden, die ich über einen längeren Zeitraum beobacht habe. Körperlich: Zittern, Übelkeit, Durchfall, Tinitus, Wärmeschauer, Taubheitsgefühl in den Armen, inneres Vibrieren, kalte Hände und Füße, Druckgefühl in der Brust, Hautausschlag, Herzrasen, Benommenheitsgefühl als stünde ich neben mir, Müdigkeit trotz genug Schlaf, trockene Schleimhäute, Zahnfleischprobleme.
Kaum zu glauben, dass es psychisch noch schlimmer geht...
Ich fühle mich schnell überfordert, habe Ängste vor jeglichem Mist, innere Unruhe, starke Stimmungsschwankungen, Grübelzwang, Zwangsgedanken...
Ich bin jetzt 6 Monate ohne Pille und ich muss sagen, dass ich nun merke, dass die Beschwerden zyklusbedingt auftreten. Sie fangen vor der Periode an, bessern sich während der Periode leicht und halten dann bis ein paar Tage danach an.
Aber es wird. Ich fühle mich schon tausendmal besser, als noch vor ein paar Monaten und es gibt schon mehr Tage, die beschwerdefrei sind als schlechte. Wenn die schlechten Tage dann aber da sind, bekomme ich sie auch ordentlich zu spüren. Ich bete einfach, dass es sich so schnell wie möglich einpendelt und ich wieder zu dem unbeschwerten, glücklichen Menschen werde, der ich vorher war.
Ich bin unfassbar dankbar, dass dieser Blog existiert und ich immer reinschauen kann, wenn ich mal wieder verzweifelt bin und denke, dass alles sinnlos ist und das alles niemals enden wird.
Ich drücke uns allen die Daumen, dass wir so schnell wie möglich wieder ganz 'die Alten' werden. "
Liebe Martina!
AntwortenLöschenIch habe die Pille vor 5 Monaten abgesetzt. Die ersten 2,5 Monate waren schwer, danach ging es bergauf und nun geht es mir wieder richtig schlecht. Ich finde mich in deinem Beitrag wieder. Ich beobachte, dass es mit mir in der 2. Zyklushälfte bergab geht. Seit gestern stehe ich wieder vollkommen neben der Spur, kann mich nicht konzentrieren und arbeiten. Es ist sehr belastend. Ich habe das Gefühl, ich habe nach der Pille PMS entwickelt.. Du schreibst von Grübelzwang und Zwangsgedanken. Das kenne ich auch gut, vor allem die innere Unruhe macht mir zu schaffen. Ein negativer Gedanke reicht um mich völlig aus der Bahn zu werfen. Ich spüre das Ganze jedoch auch körperlich. Ich wollte fragen, ob du auch zu gewissen Zeitpunkten im Zyklus Beschwerden hast und wie es dir mittlerweile geht? Sich mit Gleichgesinnten auszutauschen ist sehr hilfreich.
Hallo, mir geht es vor dem Eisprung schlecht. Mit schwindel, Benommenheit, und mal wieder kein Hunger. Nervös bin ich beim Aufstehen.
AntwortenLöschenWollte mal fragen ob sich euer Stuhl verändert hat? Redet man zwar nicht gerne drüber, aber bei mir ist es so.
Wie geht es euch mittlerweile alle und wann hört das denn endlich mal alles auf?
Manchmal denke ich, das ich schwer krank bin, weil es Tage gibt wo es mir sau schlecht geht. Ich möchte endlich mal wieder Leben und nicht so daneben durch den Tag laufen. Das beeinträchtigt mich sehr stark.
Manchmal ist mein Puls sooo hoch, das ich kurz vorm umkippen bin.
Und warum hat man dann kein Hunger mehr?
Vg
Hallo, ja mein Stuhl hat sich auch total verändert. Wenn ich gerade in einer fiesen Phase bin, denke ich dann immer ich hätte Krebs. Da steiger ich mich dann so richtig rein und vermiese mir damit schon mal eine ganze Woche. Jeder sagt haltet durch.... Das mache ich jetzt fast 9 Monate und es wird einfach nicht besser. Ganz so schlimm wie am Anfang ist es nicht mehr, es gibt auch gute Tage. Ich möchte endlich mal wieder ein guten Monat haben. Ich verzweifle so langsam. Der Sommerurlaub steht vor der Tür und ich habe so Angst das ich den nicht genießen kann. Weil ich vielleicht wieder so nervös werde oder ich sonst irgendwelche Beschwerden bekomme. Das kratzt so langsam echt an meiner Psyche. Gestern ging es mir so schlecht das ich dachte ich bekomme ein Herzinfarkt... Es ist echt zum K... Alles. Zum Arzt brauche ich auch nicht, nehmen mich eh nicht ernst.
AntwortenLöschenGeht es euch denn mittlerweile schon wieder besser? Würde mich mal interessieren.
LöschenHallo, ich bin beim Suchen nach "innerer Unruhe" zufällig auf diesen Blog gestoßen und muss sagen, ich bin echt erschrocken, wie negativ sich die Pille auswirken kann.
AntwortenLöschenIch habe die Pille vor ca. 4 Monaten abgesetzt. Ich habe bereits vor dem Absetzen mit diversen "Wehwehchen" zu kämpfen gehabt. Obwohl ich nicht mehr sagen kann, ob diese allein von der Pille kommen oder auch einfach daher, dass man älter wird und sich der Körper allgemein verändert (ich bin fast 48).
Ich hatte oft Kopfschmerzen, Durchschlafprobleme - wobei diese sicherlich auch mit meiner fleissigen Blase zusammenhängen, fühlte mich einfach oft unwohl .... ohne es genau benennen zu können.
Aufgrund des Alters und dieser Wehwehchen sprach ich meine Frauenärztin an, dass ich die Pille gern absetzen würde. Sie meinte dann, dass sie mich aufgrund meines Alters sowieso darauf angesprochen hätte, da mit zunehmenden Alter und Einnahme der Pille die Thrombosegefahr steigt.
Kurz und gut - wir waren uns beide einig.
Nun nach den 4 Monaten kann ich sagen, dass meine Kopfschmerzen deutlich nachgelassen haben. Meine Periode hat jetzt zum Jahreswechsel das erste mal wieder angefangen. Davor war rein gar nichts, nicht mal eine Spur.
Ca. 2, 3 Wochen nach dem Absetzen fingen bei mir Hitzewallungen an, die ich so auch nicht kannte. Ich war bisher immer die Frostbeule. Jetzt kam ich nachts ins schwitzen - Decke weg - Decke wieder drüber ... und konnte auch im Büro gut bei offenem Fenster sitzen.
Das hat fast schlagartig nach ca. 7 Wochen wieder nachgelassen. Aber seit ungefähr Anfang Dezember kämpfe ich mit einer eher leichten, aber stetigen inneren Unruhe.
Ich hab es erst auf den Vorweihnachtsstress und Unstimmigkeiten auf Arbeit geschoben. Mir war irgendwie alles zu viel und ich sehnte mich nach Ruhe.
Obwohl ich auf Arbeit schon deutlich mehr Stress hatte.
Jetzt über die Feiertage hatte ich 2 Wochen Urlaub. Weihnachten mit der Familie war schön, kein Streit, nichts. Es hat alles gut geklappt und wir habe uns ganz bewusst nicht viel andere Sachen vorgenommen. Wir waren an der frischen Luft wandern und haben einfach auch nur mal rumgegammelt.
Trotzdem stellt sich keine Entspannung ein, wie ich es gehofft habe. Die innere Unruhe bleibt. Manchmal fühlt es sich eng an in der Brust. Nicht so, dass ich Angst bekommen würde, aber so, als ob die Brustmuskulatur verspannt wäre.
Dann fühle ich mich merklich unwohl, wenn ich unter vielen Menschen bin oder länger an der Supermarktkasse anstehen muss.
Momentan versuche ich, mich mit Baldrian für die Nacht und Johanniskrautkapseln zu behelfen. Organisch bin ich gesund, das hat der letzte Check up ergeben. Viel Kaffee und Alkohol trinke ich auch nicht.
Ob es wirklich an dem Absetzen der Pille liegt, weiß ich nicht. Aber es hat mich doch zum Nachdenken gebracht, nach dem, was ich hier alles gelesen habe.
Ich bin echt gespannt, wie es sich weiter entwickelt.