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Mittwoch, 12. Februar 2020

Erlebnisbericht von Tamara*

*Name geändert

8 Monate postpill

"Kurze Vorgeschichte: mit 14 Jahren habe ich meinen Mann kennengelernt. Als ich dann 15 war nahm ich dann die Pille und diese nahm ich bis ich 21 war. Da wir immer zusätzlich mit Kondom verhütet hatten habe ich ab 21 dann die Pille sehr unregelmäßig bis dann gar nicht mehr genommen. Im Januar 2019 nahm ich sie dann wieder weil wir ohne Kondom sex haben wollten. Nach 2 Zyklen der Pille überraschte mich mein Mann mit dem Wunsch zu einem Kind. Feuer und Flamme setzte ich die Pille ab. Ab da ging mein Leben gefühlt den Bach runter. 

Es fing an das der erste Zyklus 57 Tage lang war und ich furchtbare Schmerzen in den Brüsten und Angstzustände bekommen habe. Meine Damalige FA meinte nur könnte östrogendominanz sein und verschrieb mit Progesterontabletten mit denen ich dann die abbruchsblutung ausgelöst habe. Seitdem habe ich eine ätzte Odyssee hinter mir, krankenhaus Aufenthalt aber alles ohne Befund. Keiner kann sich meinen schwindel, zittern, Müdigkeit, Nervosität, Benommenheit Übelkeit damals morgendliches nüchternbrechen erklären. Als ich bei einer neuen FA war wollte ich einen Hormontest, leider meinte diese solange ich meine Periode bekomme kann dort nichts sein. Dann kam im Mai 19 plötzlich dazu das einige lymphknoten an meinem Hals anschwollen und seitdem geschwollen sind was natürlich wieder Panik und Ängste ausgelöst hat das es Krebs ist. 

Ich schlage mich nun seit 8 Monaten durchs Leben und keiner kann mir helfen. Meine einige Hoffnung ist nun ein Hormonspeicheltest den ich zusammen mit meiner Heilpraktikerin durchführen werde."

Samstag, 25. Mai 2019

Erlebnisbericht von Katharina

7 Monate postpill

"Hallo liebe Mädels da draußen!
Auch ich möchte gern meine Erfahrungen veröffentlichen und euch Mut machen...
Vorab tausend Dank für deine Seite. Es hat mir die letzten Monate so viel Kraft und Hoffnung gegeben wenn ich dachte ich schaffe es nicht mehr!!!
Ich habe Ende August 2018 die Pille “Aristelle” abgesetzt. Hätte ich gewusst was auf mich zu kommt hätte ich sie niemals genommen!!!!!

Bei mir war es so das ich während der Einnahme von NUR 6 Monaten gemerkt habe das ich immer ängstlicher und weinerlicher wurde. Habe sie im März 2018 von meiner Frauenärztin verschrieben bekommen. Dann im August der Zusammenbruch!!!
Angst, Panikattacken, Herzrasen, kompletter Schlafenzug, ständige Unruhe....Das ging einen Monat. Dann war es so ca. 2-3 Monate aushaltbar und ich dachte ich habe es überstanden.

Oh man was dann kam....
Bescheuerte Ängste, Schwindel, Benommenheit, Sichtfeld total eingeschränkt, tiefe Depressionen, Angst durchzudrehen, Appetitlosigkeit, Schlafmangel, Albträume usw. Ich habe mich die letzten Monate nur geschleppt. Zum Glück habe ich mein Männl und meinen 4 Jahre alten Sohn, die mir immer Kraft gegeben haben weiter zu machen!
Ich habe mich so in allen euren Berichten wieder erkannt und dies hat mir Hoffnung gemacht. Hatte bzw. habe noch immer etwas Angst werde nie mehr die “Alte”. 
Jetzt ist es so nach nun 7 Monaten, dass es um der Periode rum und um Eisprung schwierig ist und wenn es Richtung Abend geht. Da bin ich völlig ausgebrannt. 
Was mir Hilft: viel frische Luft, Vitamin B-Komplex ( da die Pille erhebliche Mängel verursacht, sagt einem aber niemand), gute pflanzliche Öle die viel Omega 3 Fettsäuren enthalten, Zink und Magnesium zum Abend.

Mich macht es nur sehr traurig und wütend das kein Arzt sich etwas davon annimmt, ich habe aber Verständnis bekommen aus einer sehr guten Apotheke, die sich mit der Spagyrischen Medizin befasst und war auch bei NICHT Schulmedizinern.
Darf gar nicht dran denken das fleißig jeden Tag weiter die Pille und auch die Spirale verschrieben wird :-(
NIE mehr möchte ich hormonell verhüten und ich kann euch sooo gut verstehen, es war auch meine schlimmste Zeit!!!
Ich werde mich zurück melden wenn ich dann 1 Jahr postpill bin und euch berichten wie es mir geht...

Wünsche euch allen Mädels ganz ganz viel Kraft und haltet durch es dauert wirklich seeeeehr lange, aber es wird besser!!!!
Liebste Grüße"

Samstag, 6. April 2019

Erlebnisbericht von Martina*

*Name geändert

6 Monate postpill

"Alles begann damit, dass ich von der Pille (Maxim) starke Kopfschmerzen und Sehstörungen bekam. Ich habe mir erstmal nichts dabei gedacht. Da der Augenarzt mir aber zusicherte, dass es nichts mit meinen Augen zu tun habe, überlegte ich weiter. Ich bekam immer mehr das Gefühl ich würde diese Pille nicht mehr vertragen und so ging ich zu meiner Frauenärztin, welche mir dann die Belara verschrieb. Ich freute mich und dachte jetzt wird alles gut. Leider falsch gedacht. Nach nur 2 Wochen der Einnahme begann der Horror. Ich stand morgens auf und hatte das Gefühl ich würde jeden Moment umfallen. Ich konnte vor Schwindel und Benommenheit nicht mehr stehen und fühlte mich als wenn ich extremes Fieber hätte. Das ging den Tag über so weiter. Am Abend ging es dann auch psychisch bergab. Ich hatte plötzlich Panik und extreme Unruhe. Also suchte ich einen Arzt auf, welcher mir sagte ich solle die Pille sofort absetzten. Gesagt - Getan. Es ging mir sofort besser und ich fühlte mich normal. Bis dann die Abbruchblutung kam und mein Körper in ein Loch gerissen wurde. 

Um es kurz zu fassen, nenne ich nur die Beschwerden, die ich über einen längeren Zeitraum beobacht habe. 
Körperlich: Zittern, Übelkeit, Durchfall, Tinitus, Wärmeschauer, Taubheitsgefühl in den Armen, inneres Vibrieren, kalte Hände und Füße, Druckgefühl in der Brust, Hautausschlag, Herzrasen, Benommenheitsgefühl als stünde ich neben mir, Müdigkeit trotz genug Schlaf, trockene Schleimhäute, Zahnfleischprobleme.
Kaum zu glauben, dass es psychisch noch schlimmer geht...
Ich fühle mich schnell überfordert, habe Ängste vor jeglichem Mist, innere Unruhe, starke Stimmungsschwankungen, Grübelzwang, Zwangsgedanken...


Ich bin jetzt 6 Monate ohne Pille und ich muss sagen, dass ich nun merke, dass die Beschwerden zyklusbedingt auftreten. Sie fangen vor der Periode an, bessern sich während der Periode leicht und halten dann bis ein paar Tage danach an.
Aber es wird. Ich fühle mich schon tausendmal besser, als noch vor ein paar Monaten und es gibt schon mehr Tage, die beschwerdefrei sind als schlechte. Wenn die schlechten Tage dann aber da sind, bekomme ich sie auch ordentlich zu spüren. Ich bete einfach, dass es sich so schnell wie möglich einpendelt und ich wieder zu dem unbeschwerten, glücklichen Menschen werde, der ich vorher war. 
Ich bin unfassbar dankbar, dass dieser Blog existiert und ich immer reinschauen kann, wenn ich mal wieder verzweifelt bin und denke, dass alles sinnlos ist und das alles niemals enden wird. 


Ich drücke uns allen die Daumen, dass wir so schnell wie möglich wieder ganz 'die Alten' werden. "

Sonntag, 10. März 2019

Erlebnisbericht von Julia 3 - Teil 1

"Hallo, mein Name ist Julia bin 34 Jahre alt und habe im April 2018 abgesetzt. Die ersten 3 Monate ging es mir richtig gut. Ich war wacher, fröhlicher, ich hatte einfach das Gefühl mehr von meiner Umwelt mitzubekommen. Die Haare vielen etwas aus, aber das war auch das Einzige was sich bis dahin bemerkbar machte. "

3 Monate postpill
"Im Juli 2018 bemerkte ich das erste Mal an einem Sonntagmorgen ein Kribbeln in den Beinen. Als würden diese einschlafen. Auch hatte ich dieses Kribbeln einige Tage später in der rechten Gesichtshälfte. Zudem merkte ich, dass mein Unterleib „arbeitet“. Hinzu gestellten sich eine Art „Hitzewallungen“ die ich aber nicht als sehr unangenehm empfand, da ich von Natur aus eine Frostbeule bin. ..."

4 Monate postpill
"Als ich dann Anfang August 2018 aus dem Urlaub kam ging ich zum Gynäkologen, weil bis dahin immer noch keine Menstruation eingesetzt hatte. Mich beschlich das Gefühl, dass bei mir etwas nicht stimmte… verfrühte Wechseljahre, oder so… also wurden alle Hormone überprüft und siehe da… alle Hormone waren in Ordnung. Aber keine Periode… der Körper benötigt Zeit… so, die Aussage des Arztes… Alternativ könnte ich aber nochmal einen Monat die Pille nehmen und sie dann wieder absetzen, dies würde oft den Zyklus in Gang bringen… Dies tat ich dann Ende September 2018. Man glaubt ja den Ärzten und macht sich auch nicht wirklich Gedanken um irgendwelche Nebenwirkungen. Also gesagt… getan… "

5 Monate postpill
"Ich habe dann nach 5 Monaten die Pille die ich 10 Jahre lang munter in mich reingeschaufelt hab wieder genommen. Mir ging es bereits nach 5 Tagen richtig dreckig… Innere Unruhe, Nervosität, totales Überdreht sein… Ich rief meinen Arzt an und teilte ihm, dass mir die Pille gar nicht mehr guttäte. Er meinte ich sollte sie dann besser sofort absetzen. Es folgte eine leichte Abbruchblutung, vielleicht 2 Tage. Nicht der Rede wert.

Danach wurde mein Zustand täglich schlechter, schlapper, müder einfach nicht mehr belastbar. Meine Joggingrunde von 8 km war für mich gefühlt ein Marathon."

6 Monate postpill
"Ende Oktober 2018 fuhren wir in den Urlaub. Schon während ich die Koffer packte, war es mir ich würde mal sagen – nicht gut. Ich hatte irgendwie das Gefühl neben mir zu stehen. Der Körper fühlte sich total geschwächt an. Ich war im Glauben eine Grippe zu bekommen. Auf der 3 stündigen Autofahrt in den Urlaub, konnte ich auf einmal nicht mehr richtig sehen, andauernd verschwamm mir der Blick im zentralen Gesichtsfeld. An den Rändern konnte ich noch relativ scharf sehen. Auch war dieses massive Kribbeln in den Beinen wieder da, breitete sich aber jetzt auch in die Arme und in die rechte Gesichtshälfte aus.
Meine Beine waren schwer wie Blei und fühlten sich eiskalt an. Ich hatte zu jederzeit motorische Kontrolle über meine Beine, aber die Sensibilität war einfach weg. Ich stolperte oft beim Gehen. Plötzlich kamen massive Nacken-Kopf und Rückschmerzen hinzu, die es mir quasi unmöglich machten, meinen Kopf zu drehen. Ich habe mich dann mehr schlecht als recht durch eine Woche Urlaub mit der Familie geschleppt. Wieder zuhause angekommen ging noch eine Woche arbeiten, um nicht direkt nach dem Urlaub krank zu sein. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten. Schwere Schwindelattacken waren mein täglicher Begleiter. Vorallem aber bekam ich massive Ohrenschmerzen, zu dem kein Mediziner eine Diagnose stellen konnte.
Ich war zig mal beim Ohrenarzt, der mich schon mit „ach, Sie schon wieder begrüßte…
Weiterhin verschlimmerten sich meine Augen massiv. Die Augen wurden unendlich trocken und brannten wie Feuer! Ich hatte teilweise das Gefühl meine Augäpfel nicht mehr bewegen zu können. Ich sah alles nur noch verschwommen. Meine Augen konnten entfernte Dinge nicht mehr fokussieren. Auch „wackelte“ das ganze Bild bei jedem Schritt.
Ich war nicht mehr fähig arbeiten zu gehen. "

Fortsetzung folgt in Kürze!

Dienstag, 29. Januar 2019

Erlebnisbericht von Ricarda

7 Monate postpill

"Ich hab im MAI 2018 mit der Pille nach 14 Jahren!! aufgehört, weil ich meinem Körper etwas Gutes tun wollte… haha. Hätte ich gewusst, was auf mich zukommt, hätte ich mir die ganze Sache noch einmal überlegt. ...

Im Mai und Juni ging es mir großartig, ich hab besser geschlafen, war fitter, hatte wieder Lust auf Zärtlichkeiten und kaum Kopfweh. Einzelne Pickel kamen zurück, aber naja, damit hab ich schon gerechnet. 
Am 21. Juli, ich weiß es so genau, weil wir an diesem Wochenende auf 2 Hochzeiten waren, bekam ich von jetzt auf gleich Engegefühl in der Brust, Herzrasen, Schwindel, EXTREME innere Unruhe mit „Wallungen“ von Angst und Panik. Ich wusste garnicht was los war. Die nächsten 2 Wochen waren ein Horror. Max. 3 Stunden Schlaf, bin mitten in der Nacht aufgewacht und hatte eine nervöse und panische „Welle“ nach der anderen. Ich konnte kaum essen, obwohl ich Hunger hatte, mir war übel, innerlich und äußerlich war ich nur am Zittern. 
Natürlich hab ich das nicht mit dem Absetzen der Pille in Verbindung gebracht!!! Diese Zeit war nämlich generell von ein paar Veränderungen (Umzug, Job) geprägt und auch meine Beziehung war zu dieser Zeit kein Zuckerschlecken. 

War dann Blutabnehmen (ohne Befund), hab einen Hormonstatus machen lassen (alles ok), war beim EKG (alles Bestens). Meine Hausärztin meinte, sie könne auch ein paar Nächte nicht schlafen, wenn Vollmond ist, ich soll mich nicht so aufregen!!! Danke für die Unterstützung… 

Ich war dann natürlich fest davon überzeugt, dass es psychisch sein muss, obwohl ich dazusagen muss, dass ich schon schlimmere Dinge in meinem Leben gemeistert habe, ohne all diese Symptome zu bekommen. 
UND DANN ENDLICH – hab ich diesen Blog gefunden und mir alle Beiträge durchgelesen! Ich wusste doch, dass das nicht ICH bin, und dass ich mental und psychisch eine starke Persönlichkeit bin! 
Dieser extreme Zustand hielt ca 2-3 Wochen, danach ging es von Woche zu Woche besser, aber nicht gut. Z.b. war in der Natur spazieren, und auf einmal bekam ich ein Gefühl wie bei Platzangst. Oder ich grübelte ewig über den „Sinn des Lebens“ und warum man sich eigentlich sein Leben lang abrackert um dann einfach zu sterben. Außerdem hatte/habe ich noch Phasenweise so eine Lustlosigkeit, dann freut mich wenig, bzw. kommt mir alles wie ein ewiger Trott vor. 

Nun sind es fast 8 Monate OHNE Pille und ich muss sagen, dass ich nur mehr an 1-3 Tagen im Monat klitzekleine Anfälle von innerer Unruhe habe. Ab und zu beginne ich wieder zu grübeln, aber dann ist es auch gleich wieder OK. 
Ich frag mich nur, wie lange ich noch so „gebremst“ durchs Leben gehen muss. Ich vermisse die Leichtigkeit, aber blicke zuversichtlich in die Zukunft. :-)"

Dienstag, 8. Januar 2019

Erlebnisbericht von Julia

"Hallo Zusammen,
mir geht es nach dem Absetzten der Pille genauso schrecklich wie euch...
Ich war schon immer ein Mensch der schnell Angst bekommt und sich reinsteigert aber so schlimm wie aktuell war es noch nie. Ich dachte ich drehe durch! Aus dem Nichts bekomme ich ein Engegefühl in der Brust, Kreislaufprobleme, Zittern am Körper, kein Hungergefühl.
Heute war ich in der Arbeit und musste wieder nach Hause weil sich all meine Gedanken um die Panickattacken drehen.
Mein Freund hat mich erst auf die Idee gebracht das es vom Absetzen der Pille kommen kann, ich wäre da nie draufgekommen.
Heute war ich bei meinem Hausarzt und hab ihm die Sachlage geschildert und er meinte auch das es die Hormonumstellung sein kann. Traurig das der Frauenarzt die Information nicht weiter gibt. ...
Danke das es diesen Blog gibt, ich dachte ich wäre verrückt und bin ganz allein damit.
Redet auf jeden Fall mit Leuten denen ihr vertraut und die euch beruhigen können. Ich bin froh das ich meinen Freund hab der mich auch in dieser Zeit unterstützt.
Haltet durch, wir sind stärker als diese schlimmen Hormone :) und geht auf jeden Fall zum Arzt mit diesem Thema.
Ich hoffe das wir alle iwann wieder genügend positive Lebensenergie haben und unser Leben wieder genießen können.
Ich wünsche euch allen das Beste!"

Sonntag, 16. Dezember 2018

Erlebnisbericht von Anna*

* Name geändert

5 Monate postpill:

"...Ich habe vor 5 Monaten die Pille abgesetzt. Die ersten 2 Monate waren OK, aber dann ging es mit dem Entzug los. Panikattacken, Kreislauf, Übelkeit, Benommen- und Verwirrtheit. Ich habe mir einen Homöopathen gesucht und es sind fast alle Symptome verschwunden. Bis auf die depressiven Löcher und phasenweise Gedanken in meinem Kopf die da einfach nicht hingehören. Und daraus resultieren Zwangsgedanken mit einer Angststörung... Ich bin eine glückliche und zufriedene Person. Diese Schübe kommen immer, wenn anscheinend mein Östrogenspiegel abfällt. Ansonsten bin ich immer ich selbst. Meine Frage ist es nun noch der Entzug der Pille oder schon Pmds? Die Auswertung eines Hormonspeichetests erwarte ich die Tage. Ansonsten hab ich hier noch ein Rezept für die Pille oder Antidepressiva liegen. Beides sind Sachen die ich nicht vertrage und schlimme Nebenwirkungen bekommen habe.

Hat hier jemand schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht und welche Tipps könnt ihr geben? Ein möglichst Stressfreies Leben, Sport, gesunde Ernährung und sämtliche vitamine und Mineralien verstehen sich mittlerweile von selbst. "


10 Monate postpill
Anna* hat sich 10 Monate postpill erneut bei mir gemeldet. Lest ihren aufbauenden Bericht hier: Anna* 10 Monate postpill

Samstag, 24. November 2018

Erlebnisbericht von Maria

3 Monate postpill:

"...Ich habe Anfang September nach 10 Jahre die Pille abgesetzt. Der erste und zweite Monat nach dem Absetzen waren der Horror. Ich hatte mit Kreislaufbeschwerden, einem Benommenheitsgefühl und Kopfschmerzen zu tun. Teilweise konnte ich weiter entfernte Dinge nur noch verschwommen sehen und ich war sehr lichtempfindlich. Ich wachte nachts panisch auf und hatte immer wieder ein Kribbeln in den Armen. Ich dachte teilweise an die schlimmsten Krankheiten, obwohl Blutbild, Herz usw. ok waren. Im 2. Monat hatte ich dann zusätzlich mit Übelkeit zu kämpfen. An manchen Tagen habe ich kaum etwas zu essen runter bekommen. Die Beschwerden kamen schubweise und waren mal mehr mal weniger vorhanden. Bewegung und frische Luft haben mir gut getan. Ich habe versucht mich so gut wie möglich abzulenken, habe mir immer wieder gesagt, dass sind nur die Hormone die momentan verrückt spielen. Jetzt, Ende des 3. Monats geht es mir deutlich besser. Die Beschwerden sind abgeflacht und ich habe nur noch an wenigen Tagen ein unwohles Gefühl in mir oder leichte Kopfschmerzen. Nicht zu vergleichen mit den beiden Anfangsmonaten. Ich hatte noch nie körperliche Beschwerden & die Probleme nur in direktem Zusammenhang mit dem Absetzen der Pille. Haltet durch! Hormone haben Einfluss auf so viele Vorgänge des Körpers, kein Wunder, dass es nach so langer Zeit mit Pille nicht leicht für den Körper ist wieder in Gang zu kommen. Aber es wird besser!"

Samstag, 17. November 2018

Erlebnisbericht von Vanessa

1 Jahr postpill:

"...Ich habe vor genau einem Jahr die Pille abgesetzt. 
Mein Mann und Ich hatten nach unserer Hochzeit den Wunsch ein Baby zu bekommen. Also entschied ich mich im September 2017 die Pille abzusetzen (12 Jahre lang die Maxim = Ersatzpräparat Stella!) 
Ich merkte schon nach 3 Wochen das mit mir was nicht stimmt... ich bekam öfter ein Benommenheitsgefühl und das Gefühl das ich ohnmächtig werden würde ... dadurch auch Herzrasen und kleine Angstschübe... es verschlechterte sich von Monat zu Monat .. und jedesmal fragte ich mich was mit mir nicht stimmt... jedesmal redete ich mir eine andere Krankheit ein .. es war schrecklich (bitte tut mir den gefallen und googelt nicht nach euren Symptomen) ... ich hatte einfach alles ... von innerer Unruhe (den ganzen Tag!), Angst und Panik, Herzrasen, Grübelzwang - Bewusstsein war total stark, komplette Appetitlosigkeit(ich verlor in 3 Monaten 12 Kilo), Schlafstörungen bis hin zur Schlaflosigkeit ... und das alles , weil man sich da reingesteigert hat und niemand konnte einem sagen was man hat... alle Untersuchungen waren ohne Befund (Blut, EKG, Blutdruck...) der Gynäkologe (ich hatte irgendwann den Verdacht das es an der Pille liegt) meinte "Neeeiiin das kann alles nicht sein" ... wieso nicht? Schwangerschaftsdepression gibt es auch , Wochenbettdepression, Zwangsgedanken nach der Geburt, Wechseljahrsbeschwerden.. das hat doch auch alles mit Hormonen zu tun.. sie nahm mir Blut ab und meinte es wäre alles soweit inordnung !! Ich grübelte weiter und weiter .. Hausarzt:"haben Sie Probleme"? Nein hatte ich nicht ... Stress .. bliblablubb.. ich wollte nur einfach was haben was hilft .. irgendwas was diesen Zustand erklärt... !!
Ich grübelte weiter und weiter.. bis eine Freundin zu mir meinte Ich soll mich mal an eine Heilpraktikerin wenden die auf Hormone spezialisiert ist ... das tat ich auch .. und siehe da .. mein Speicheltest ergab katastrophale Werte.. demnach hatte ich Werte wie eine Frau in den Wechseljahren (Ich bin 29) !!! Super dachte ich .. endlich was wo ich mich dran halten kann !!! Leider hab ich mir aber so viel negatives in mein Schädel reingeballert das ich Angst vor der Angst entwickelte ... da alles kreuz und quer lief entschloss ich mich dann doch in eine Tagesklinik zu gehen (Februar 18) !!! Ja es hätte anders kommen können wenn ich von Anfang an ein Ansatzpunkt gehabt hätte .. aber dadurch das das grübeln zum Zwang geworden war bin ich leider in ein Loch gestürzt.. .. also bitte tut mir einen gefallen .. akzeptiert euren Zustand ... denkt immer positiv auch wenn ihr denkt es geht nicht ...doch es geht sehr wohl... den nur ihr seid der "Bestimmter" eurer Gedanken !! Gedanken sind eben nur Gedanken !!! Lenkt euch immer ab...! Ich weiß das es schwer ist - aber es hört auf !!!! Mir geht es mittlerweile wieder gut.. ich lebe wieder , gehe arbeiten, mache Sport, schlafe wieder gut, kann essen... nehme meine bioidentischen Hormonsalben und mache regelmäßig meinen Speicheltest... 
ab und zu überkommt mich noch die Angst vor der Angst wenn ich wieder zu viel Grübel oder Unruhe verspüre.... dann hab ich es für paar Tage aber ich denke dann immer positiv und dann geht's wieder - also selbst dann geht's wieder weg...!!! 
Der Körper braucht eben Zeit zu entgiften ... und der Kopf auch von dem ganzen "was stimmt mit mir nicht" oder "wie lange noch" "Wieso,Warum..." und die ganzen Erinnerungen !!!
In diesem Sinne haltet die Ohren steif.. es ist kein Zustand der für immer bleibt !!! Gebt eurem Körper die Zeit und versucht zu akzeptieren !
Liebe Grüße Nessa "

Sonntag, 24. September 2017

Erlebnisbericht von Lena*

Auch Lena* war damit einverstanden, dass ich Auszüge aus unseren Mails hier veröffentliche. Hier ist Lenas* Geschichte (*Name geändert):

5 Monate postpill:
"...Mittlerweile ist mir nicht mehr schwindelig und das Herzrasen ist auch so gut wie weg, aber es sind jetzt nun fast 5 Monate ohne Pille. Mir geht es deutlich besser, dennoch ist man einfach nur genervt von diesen ganzen Symptomen. Ich hatte auch über 2 Monate starken Reizhusten durch die trockenen Schleimhäute und eine extrem verstopfte Nase. Auch ein Engefgefühl in der Brust und eine Art Drücken im Kopf. Depressive Phasen mit Konzentrationsstörungen kenne ich auch. Schrecklich waren auch die Schlafstörungen. Habe so gut wie alles, was du auf deiner Seite aufgezählt hast, durch. Momentan plage ich mich noch mit Stimmungsschwankungen, Übelkeit (alswenns mir bis oben im Hals steht) und etwas Ziehen am Kopf herum. Wie gesagt, es geht mir schon deutlich besser, aber man ist eben ungeduldig und so richtig belastbar bin ich auch noch nicht. Manchmal zerrt es auch an den Nerven, wenn man sich immer dazu zwingen muss nicht an die Symptome zu denken. Meist fange ich dann durch die Stimmungsschwankungen an zu weinen. Danach geht es dann wieder und ich frage mich, was eigentlich los ist :D
Schlimm ist auch, dass ich ganz oft in den Spiegel schaue, weil ich denke, dass ich krank aussehe.
Ich finde es nur sehr traurig, dass mein Gyn von all dem nichts wissen will. Ich habe aber einen guten Hausarzt, der mir zu Beginn gegen das schlimme Herzrasen etwas Homöopathisches verschrieben hat. ..."

6 Monate postpill:
"...Bei mir geht es zum Glück steil bergauf. Das merke ich besonders bei der Arbeit. Ich war ja bis vor ein paar Wochen quasie nicht arbeitsfähig. Habe nur noch ab und zu ein Wärmegefühl im Brustkorb, Durchblutungsstörungen in den Händen und Übelkeit. Sind aber nur noch kleine Schübe. Ach ja...und mittlerweile sehe ich auch wieder einen Sinn im Leben. Das war echt gruselig, für mich hat kaum noch was Sinn gemacht und ich habe mich von Tag zu Tag und Woche zu Woche geschleppt. Ich hoffe auch, dass meine Migräne sich noch bessert. Die habe ich nämlich "zufällig" bekommen als ich 2014 angefangen habe mit dem Nuvaring zu verhüten. Wegen der Migräne hatte ich dann ja auch  zur Pille gewechselt.

Ich kann immer noch nicht fassen, dass all diese Beschwerden von der Pille kamen. Das ist echt unglaublich! Darf gar nicht dran denken, dass zig junge Mädchen die täglich verschrieben bekommen. Habe aber auch gehört, dass es halt besonders ab 30 zu Nebenwirkungen beim Absetzen kommen kann. Bei mir passt es, werde nun 31. ..."

Sonntag, 13. April 2014

Schwindel und Schlappheit

Als ich im Sommer letzten Jahres nach 16 Jahren zum ersten Mal die Pille abgesetzt hatte, war es am schlimmsten: urplötzlich wurde mir Schwarz vor Augen und mir war leicht übel. Mein Kreislauf ließ sich trotz viel trinken, Zuckereinnahme und Füße hochlegen nicht wieder richtig stabilisieren. Meine damalige Hausärztin meinte, ich hätte mir einen leichten Magen-Darm-Infekt zugezogen und schrieb mich krank. So richtig was von Magen-Darm-Infekt hatte es aber nicht, da meine Verdauung ja funktionierte. Mir war einfach nur übel, schwindelig und ich war unbeschreiblich schlapp. So, als hätte ich eine Grippe ohne Fieber und weitere Symptome. Es war, als sei mein Körper mit irgendwas beschäftigt und ich deshalb kraftlos und schlapp.

Als ich in diesem Jahr erneut die Pille abgesetzt hatte, war mir wieder von heute auf morgen schwindelig und übel. Hinzu kamen Herzrasen und innere Unruhe. Diesmal erkannte mein Freund den Zusammenhang mit dem Absetzen der Pille, was auch später meine Frauenärztin bestätigte.

Dass mir Schwarz vor Augen wurde, war zum Glück nur letzten Sommer so extrem. Ansonsten ist mir immer mal wieder schwindelig (so wie in der Pubertät), aber es lässt sich gut aushalten, da ich weiß, dass ich nicht umkippen werde, was die Erfahrung der letzten Monate gezeigt hat.